"And at last you're still my best friend.."

Eine Sms mit genau diesem Inhalt bekam mal ein Freund von mir von seiner Exfreundin (geschätzt) ein Jahr nach der Trennung; zumindest so etwas in dem Rahmen. Ob diese junge Dame das tatsächlich so meinte, sei mal dahingestellt. Mir gehts ums Prinzip:

Geht das, Freundschaft nach einer Trennung? Was meint ihr?

Aus meiner Sicht sah das Ganze bei mir ungefähr so aus: Die Umstände meiner Trennung von meinem (Ex-)Freund waren nicht ganz so einfach, da ich Gefühle für ihn hatte, es mir aber zu sehr weh tat, dass er nichts mehr für mich empfand und mich deswegen von ihm trennte. Für mich ist es sehr wichtig, niemanden allein zu lassen, und er hätte mich jederzeit anrufen können, hätte er ein Problem. Trotzdem wäre eine Freundschaft gar nicht möglich gewesen, weils für ihn wahrscheinlich auch tierisch unangenehm gewesen wär. Ich wollte mich bloß um ihn kümmern. Da hätten wir schon das zweite Problem. Zudem ist ja auch ein klärendes Gespräch nötig, um eine Vorbelastung der "Freundschaft" zu verhindern. --> Drittes Problem: Das Trennungsgespräch kam mir eher so vor wie einer von Shakespeares tragischen Monologen ("SEIN ODER NICHT SEIN, das is hier mal voll nich klar, ich blick nich durch, Mann!" ) . NEIIIIIInstop. Er sagte (1x) etwas: "Weiß nich..". Tiefgründig... Bis heute (und die Trennung liegt jetzt 8 Monate zurück) hat er nicht mit mir geredet, und als ich ihn kürzlich darum bat, damit ich endlich befriedigend damit abschließen kann, hat er mir einfach nicht geantwortet.

Fazit: Ob man mit seinem Ex gut klar kommt oder nicht, ist soooo individuell. Verlauf der Beziehung, Verlauf der Trennung, Gründe für diese, persönliche Reife und und und..

Ich finde es immer schade, wenn eine Beziehung einfach endet. Man steckt so viel Gefühl und Energie hinein, bringt sie zum blühen, vertraut sich einander an..und auf einmal ist der Mensch, mit dem man Alles geteilt hat, weg. Und manchmal mit ihm die Erinnerung an die guten Seiten und an die Nähe, das gegenseitige Erkennen.

Ich würde mir nicht zwingend genau so eine Sms wünschen, aber zumindest würde ich Herrn Ikweiß Besserwissertum und den lieben Dementsprechend bitten, mal bei meinem Exfreund vorbeizuschauen, auch wenn die drei sich nicht so mögen werden. Das hab ich im Gefühl.

7.10.12 23:12, kommentieren

An die Freunde meines Freundes...

...oder die, die sich als solche bezeichnen.

Da die meisten von euch mich sowieso nicht mögen, oder nicht das Rückgrat haben, es vor den anderen zuzugeben, find ichs nicht so tragisch, wenn ihr das hier lest. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass ihr den Sachverhalt auch nicht verstehen werdet.

Ist es tatsächlich Freundschaft, einen Kumpel vor die Wahl zu stellen oder ihm Vorwürfe zu machen, weil er glücklich ist mit einem Mädchen, das ihr nicht mögt, obwohl ihr sie nicht kennt? Ist es schlau, Dinge über jemanden zu sagen, während man nicht mal ein Wort mit ihm gewechselt habt? (Siehe "Die stößt dir doch bei der erstbesten Gelegenheit ein Messer in den Rücken!!" )

Ihr fühlt euch bedroht von mir, ist das euer Ernst? Aber anstatt das einfach zuzugeben kommt ihr mit Aussagen wie "Die verändert dich total!" und dergleichen. OH MEIN GOOOTT, er raucht nicht mehr, is ja voll die krasse Veränderung, neee, jetzt könnt ihr nich mehr mit ihm befreundet sein. Ja, er macht am WE mehr mit mir, als mit euch. Woran könnte das vllt liegen? Bestimmt weder daran, dass wir uns nur am Wochenende sehen, noch daran, dass er sich bei mir angenommener fühlt. Ich meine, ich mache ihm keine Vorwürfe wegen seiner "Freunde", die mich beleidigen und mir drohen. Ich mache auch euch keine Vorwürfe deswegen. Nein, ich habe immer versucht, euch alles recht zu machen und mich mit euch zu verstehen. Ihr denkt doch nicht im Ernst, dass er so oft was mit euch machen würde, wenn ichs nicht wichtig finden würde, dass er sichs mit euch nicht verscherzt?!

Nein, ich sage, schämt ihr euch nicht?? Jemandem, der endlich eine glückliche Beziehung führt dermaßen Salz in die Suppe zu streuen? Wie egoistisch das ist... "Sich für jemanden freuen" bedeutet nicht nur, das zu sagen und damit zu meinen "Es ist schön, dass er ne Beziehung hat.", sondern auch, sagen zu können "Ich gönne ihm dieses Mädchen und werde ihn unterstützen, was da auch komme.".

Ich kenne nur zwei von euch, die bis jetzt so gehandelt haben. Wie der Rest von euch damit klarkommt, weiß ich selbst nicht. Mir fallen nur zwei Gründe ein: Entweder gefühlskalt oder nicht weitblickend genug, um das Ausmaß in Gänze zu sehen, was zwar traurig wäre (das ist mein Ernst!), aber vermutlich nicht zu ändern.

Mir tut es Leid, wenn ihr das Gefühl habt, zu meinen Gunsten vernachlässigt zu werden. Aber nicht IHR weint deswegen, sondern ICH. Ich will nicht, dass er Probleme mit euch hat. Ich liebe meinen Freund. ...BAM!

27.9.12 19:18, kommentieren

Die Herren Im Nachhinein, Ikweiß Besserwissertum und Dementsprechend Handeln

Es ist lustig, wie wir Dinge bei anderen kritisieren, sie aber bei uns selbst nicht beachten. Wir handeln, auch wenn wir wissen, wir sollten das, was wir gerade im Begriff sind zu tun, besser lassen. Warum handeln wir so?

Ich gehöre zu den Menschen, die wissen, was sie tun. Ich weiß, wann ich sauer werde und wie ich das verhindern kann.

Wer kennt das nicht, eine Streit beginnt oft mit einem Satz, manchmal ist es auch nur ein Wort, das uns "herausgerutscht" ist. Anstatt uns kurz Zeit zu nehmen und das Ganze zu bedenken, springen wir sofort im Dreieck. Warum denken wir nicht daran, was danach ist? Haben wir nicht genug amerikanische Filme gesehen, in denen der Partner stirbt, weil er weinend von der Fahrbahn abkommt? Im Nachhinein... Das Nachhinein ist eine schwierige Sache. Es ist soviel schlauer als wir, aber es denkt nicht im Traum daran, seine Weisheit mit uns zu teilen. Egoistisches Nachhinein.

Der beste Freund des Nachhinein ist das Besserwissertum. Mit dem versteh ich mich übrigens auch sehr gut. Wenn jemand etwas sagt oder tut, was mich verletzt, so weiß ich es besser: Wenn wir das jetzt ausdiskutieren, wird das Jetzt schön das Arztzimmer besetzen und das Nachhinein blättert solange in einer billigen Frauenzeitschrift und winkt rauchenden Lungenkrebskranken zu.

Das Besserwissertum kennt das Nachhinein sehr gut. Es weiß, was das Nachhinein denkt. Aber wo das Nachhinein egoistisch ist, da ist das Besserwissertum mindestens genauso desinteressiert. Desinteressiert an einer Freundschaft mit einer Sache namens Handeln, Dementsprechend Handeln.

Herr Handeln ist ein schwieriger Typ. Er zwingt jeden, der mit ihm zu tun haben will, sich selbst im Spiegel anzusehen und sich seine Fehler einzugestehen.

 

Wer sich gut mit Dementsprechend versteht, der hat's leichter. Ich treffe ihn ab und zu, aber er hat anscheinend immer ein wichtiges Meeting, und keine Zeit für mich.

26.9.12 23:00, kommentieren

Diva

Manchmal denke ich, wenn man schon oberflächlich ist, sollte man wenigstens bemerken, dass Lästereien und dumme Blicke nicht unbemerkt bleiben.

Ich weiß, wie ich wirke. Ich weiß, dass viele es nicht gewohnt sind, wenn jemand von Anfang an sein Ding durchzieht. Und ich weiß, dass einige es auch einfach nicht besser wissen.

Ich bin sarkastisch, nicht nett. Ich bin liebevoll, wenn man mich lässt. Ich rauche nicht, hab ich nie. Ich schäle Mandarinen, bis nichts Weißes mehr an ihnen ist. Ich trage am liebsten ein viel zu großes Hemd meines Patenonkels, und das auch noch im Holzfäller-Look. Ich bin oft besserwisserisch. Ich würde alles tun, um eine Wahrheit nicht verletzend klingen zu lassen, damit mir mein Gegnüber später noch in die Augen sehen kann. Ich diskutiere gern, aber nicht, um anderen meine Meinung aufzuzwingen, sondern weil es mich erfüllt.

Du weißt nicht einmal die Hälfte dieser Dinge, denkst nicht mal drüber nach, was du für einen Menschen vor dir hast, was er erlebt hat, was er fühlt.

Ich mache dir keinen Vorwurf, vielleicht weißt du es einfach nicht besser. Aber

Warum glaubst du, sagen zu können, Wer. Ich. Bin.??!

 

Ich höre die Blicke förmlich, und die unausgesprochenen Worte, die damit einhergehen. Denk nicht, ich wüsste nicht.

18.9.12 19:41, kommentieren

Was mir Freundschaft bedeutet

Das Thema kam mir gestern Abend in den Sinn, als ich mit einem alten Freund geschrieben habe. Wir lernten uns über einen Exfreund von mir kennen, und blieben auch nach der Trennung in Kontakt. Spannend ist hier, dass sich dieser Freund teilweise mehr um mich gekümmert hat, als mein fester Freund zu der Zeit.

Als ich im Kindergarten war, fings an. Was soll ich sagen, ich war als Kind schon scheiße :P Sehr dominant und manipulativ versuchte ich, andere zu zwingen, mit mir befreundet zu sein (Magdalena Repp- Tut mir Leid, dass ich deinen Namen immer falsch ausgesprochen hab^^). Meine Cousine Janice hat sehr unter mir gelitten; ich weiß nicht, wie oft sie den Satz "Wenn du das nicht machst, geh ich nach Hause!!" hören musste, aber ich glaube, sie mag mich trotzdem noch In der Grundschule ist mir dann aufgefallen, dass das nicht ok war. Ich hatte keine Freunde, sondern grade mal Lästerschwestern, und das bis zur siebten Klasse. Da hab ich dann die Schule gewechselt, Mobbing war irgendwie nicht so meins.

Auf meiner neuen Schule machte ich Bekanntschaft mit Freundschaft: Wesentlich ältere Schüler oder Studenten wurden zu meinem sozialen Umfeld, und sie waren meine ersten wirklichen Freunde und ersetzten teilweise sogar meine Familie.

Das ist es, was meiner Meinung nach Freundschaft bedeuten sollte. Familie. Zu weinen, wenn der Opa eines anderen gestorben ist, und mit als erstes im Krankenhaus zu sein, wenn der beste Freund grade Onkel geworden ist. Da sein, in jeder Lebenslage. Dazu mal ein Beispiel, ein Telefonat nachts um vier (!!) mit meinem besten Freund Markus:

-Ich:"Ey, biste wach??!" -Er:"Nein. Was is denn los?" -"Mir gehts grad nicht so gut, erzähl mir mal was. -"Hm ja..ich hab heute nen Controller gegen die Wand geworfen..es gab Fisch zum Mittag..bei Dr. House ist heute das und das passiert.." -Ich:"Ah. Ok." -Er:"Du hörst jetzt auf zu weinen." -"Nein." -"Doch-" -"Nein...kann ich bei dir schlafen?" -Er: "Ich komm dir entgegen."

Bei ihm hat er mir Schlafsachen gegeben und einen Cappu gemacht, er hat mir in den Arsch getreten dafür, dass ich noch nicht schlafe und nachdem wir geredet haben (und er mir nochmal in den Arsch trat, weils mir schlecht ging :D) bin ich neben ihm eingepennt.

Freundschaft zeigt sich in vielen Dingen, aber eine räumliche Trennung zeigt oft, welche Form der Freundschaft am längsten Bestand hat. Ich sage nicht, dass es die beste und einzig wahre Art der platonischen Liebe ist, das ist nämlich die zwischen mir und Kuchen. Aber ich denke, man sollte versuchen, zumindest einmal in seinem Leben ein solcher Freund gewesen zu sein.

2 Kommentare 23.9.12 20:08, kommentieren